Dachinspektion Kosten: Gerüst, Hubsteiger, Leiter und Drohne im Vergleich

Wer sein Dach begutachten lassen will, steht vor vier Möglichkeiten, die sich im Preis um den Faktor zehn unterscheiden. Der Vergleich ist trotzdem nicht so einseitig, wie man von einem Drohnenanbieter vielleicht erwartet, denn die Verfahren beantworten unterschiedliche Fragen. Dieser Beitrag stellt die Kosten nebeneinander und sagt Ihnen, wann welches Verfahren tatsächlich das richtige ist.

Die vier Verfahren im Überblick

Verfahren Größenordnung Vorlauf Erreicht
Gerüst 800 bis 2.500 Euro Tage bis Wochen alles, begehbar
Hubsteiger 300 bis 600 Euro pro Tag, zuzüglich Bediener Tage Ränder und Fassade, Stellfläche nötig
Leiter gering bis keine sofort 8 bis 10 Meter, hohes Unfallrisiko
Drohne ab 149 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer Tage, oft kurzfristig gesamte Dachfläche visuell, nicht begehbar

Zum Vergleich: Luftbilder per Helikopter liegen bei 1.500 bis 5.000 Euro pro Einsatz und spielen für Gebäudeaufnahmen deshalb praktisch keine Rolle mehr.

Wann ein Gerüst die richtige Wahl bleibt

Ein Gerüst ist teuer, aber es kann etwas, das keine Kamera kann: Es bringt einen Menschen mit Werkzeug an jede Stelle des Daches. Sobald tatsächlich gearbeitet wird, ist es alternativlos, und dann ist es auch nicht teuer, sondern Teil der Baustelle.

Ein Gerüst ist richtig, wenn ohnehin repariert oder saniert wird, wenn ein Sachverständiger die Konstruktion aus der Nähe beurteilen und anfassen muss, oder wenn über mehrere Tage an mehreren Stellen gearbeitet wird. Ein Gerüst allein für einen Blick aufs Dach aufzustellen, ist dagegen das teuerste Foto, das man kaufen kann.

Wann Hubsteiger und Leiter passen

Der Hubsteiger ist stark bei Rändern, Traufen, Fassaden und Bäumen, also überall dort, wo man seitlich heran muss. Er braucht allerdings Stellfläche und freie Zufahrt. In einer engen Ruhrgebietssiedlung mit parkenden Autos beidseitig ist das oft der eigentliche Knackpunkt, nicht der Preis.

Die Leiter ist die einzige Option, die nichts kostet, und deshalb die verbreitetste. Sie ist bei einer verstopften Dachrinne am Erdgeschossanbau vertretbar. Für alles darüber ist sie das gefährlichste Verfahren im Feld, weil sie an einem Punkt endet, an dem man sich noch weiter strecken möchte. Genau dort passieren die Unfälle. Für die Dachfläche selbst ist sie ohnehin ungeeignet, weil sie den flachen Blickwinkel von unten nicht auflöst.

Was die Drohne kostet und was sie leistet

Bei uns beginnt die Sichtprüfung bei 149 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer für ein Einfamilienhaus oder eine Doppelhaushälfte. Enthalten sind Anfahrt im Ruhrgebiet, ein Inspektionsflug von etwa 15 Minuten, bis zu 15 hochauflösende Fotos, die Bildbearbeitung und die digitale Lieferung innerhalb von 24 Stunden. Wer mehr Material braucht, etwa für eine Eigentümerversammlung oder ein Exposé, findet die größeren Pakete auf der Preisseite.

Den Preis beeinflussen im Wesentlichen fünf Faktoren: die Größe und Komplexität des Objekts, die Zahl der gewünschten Aufnahmen, der Umfang der Nachbearbeitung, die Anfahrt außerhalb der Kernstädte und ein möglicher Genehmigungsaufwand, wenn das Objekt in einem beschränkten Gebiet liegt.

Die Grenze ist ebenso klar: Die Drohne schaut, sie fasst nichts an. Sie ersetzt keine Reparatur und keine fachliche Begehung, sie sagt Ihnen aber zuverlässig, ob und wo eine nötig ist.

Die eigentliche Rechnung: Was kostet es, nicht zu prüfen?

Der Vergleich der Verfahren blendet den teuersten Fall aus, nämlich den, in dem gar nicht geprüft wird. Eine gerissene Dachpfanne kostet im Austausch wenige Euro. Dringt über dieselbe Stelle zwei Winter lang Wasser in den Dachstuhl, sprechen wir über durchfeuchtete Dämmung, geschädigtes Holz und im ungünstigen Fall über eine Sanierung im fünfstelligen Bereich. Dazu kommt die Frage, wie Ihre Versicherung mit einem Schaden umgeht, der auf lange unterlassene Wartung zurückgeht.

Anders gerechnet: Eine jährliche Sichtprüfung für 149 Euro entspricht über zehn Jahre etwa dem Betrag, den ein einziger Gerüstaufbau kostet. Deshalb ist die interessantere Frage nicht, welches Verfahren am günstigsten ist, sondern welches günstig genug ist, um es regelmäßig zu tun.

Passende Leistungen

Häufige Fragen zu den Kosten einer Dachinspektion

Bei uns ab 149 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer für ein Einfamilienhaus oder eine Doppelhaushälfte, inklusive Anfahrt im Ruhrgebiet, Bildbearbeitung und Lieferung innerhalb von 24 Stunden. Umfangreichere Pakete liegen zwischen 199 und 399 Euro.
Für alles, was angefasst werden muss, ja. Ein Gerüst bringt einen Fachmann mit Werkzeug an jede Stelle. Für die reine Frage, ob und wo etwas nicht stimmt, liefert die Drohne dieselbe Information zu einem Bruchteil der Kosten. Sobald tatsächlich gearbeitet wird, führt am Gerüst kein Weg vorbei.
Im Ruhrgebiet nicht, die Anfahrt ist in allen Paketen enthalten. Außerhalb der Kernstädte berechnen wir eine Anfahrtspauschale, die wir Ihnen vorher nennen.
Das hängt vom Vertrag und vom Schadensfall ab. Im Rahmen der Schadenermittlung nach einem versicherten Ereignis werden Dokumentationskosten häufig erstattet, bei einer freiwilligen Routinekontrolle in der Regel nicht. Fragen Sie im Schadensfall vor der Beauftragung bei Ihrem Versicherer nach.
Für Hausverwaltungen, Makler und Bauunternehmen ja. Wir arbeiten mit Staffelpreisen für mehrere Objekte, festen Preisen pro Immobilie und Paketpreisen für wiederkehrende Überflüge. Sprechen Sie uns mit Ihrer Objektzahl an.

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Stand: August 2026. Dieser Ratgeber gibt den Sachstand nach bestem Wissen wieder und ersetzt keine Rechts-, Versicherungs- oder Sachverständigenberatung im Einzelfall.