Das beste Wetter und die beste Tageszeit für Luftaufnahmen

Es gibt nicht das eine beste Wetter für Luftaufnahmen, sondern zwei völlig gegensätzliche Ideallagen. Welche gilt, hängt davon ab, wofür die Bilder gedacht sind. Wer das verwechselt, bekommt entweder eine Prüfaufnahme, auf der die halbe Dachfläche im Schatten liegt, oder ein Immobilienbild, das flach und leblos wirkt. Dieser Beitrag erklärt den Unterschied und sagt Ihnen, wann wir einen Termin verschieben.

Zwei Zwecke, zwei Lichtsituationen

Der entscheidende Satz zuerst: Für die Sichtprüfung ist bedeckter Himmel ideal, für Schauaufnahmen tiefstehende Sonne. Das ist kein Detail, sondern der wichtigste Planungsfaktor überhaupt.

Bei einer Sichtprüfung wollen Sie jeden Quadratmeter der Dachfläche gleichmäßig sehen. Direkte Sonne erzeugt harte Schlagschatten hinter Schornsteinen, Gauben und Dachfenstern, und ausgerechnet dort sitzen die interessanten Stellen. Gleichzeitig überstrahlen helle Ziegel im Sonnenlicht, wodurch feine Risse verschwinden. Eine geschlossene Wolkendecke wirkt wie ein riesiger Diffusor: Sie leuchtet alles gleichmäßig aus, ohne Kontrastverlust in den Details. Der graue Novembertag, den alle für schlechtes Fotowetter halten, ist für die Dachprüfung der beste Tag im Jahr.

Bei Immobilien- und Unternehmensaufnahmen gilt das Gegenteil. Hier soll das Objekt wirken, und dafür braucht es Licht mit Richtung: Schatten, die Struktur zeigen, warme Farbtemperatur, ein Himmel mit Zeichnung. Tiefstehende Sonne am Vormittag oder am späten Nachmittag liefert das. Die Mittagssonne im Hochsommer ist dagegen die schlechteste Zeit für ein Exposébild, weil sie das Gebäude flach von oben beleuchtet und alle Fassaden gleich hell macht.

Wann wir nicht fliegen

Drei Bedingungen führen zur Verschiebung, unabhängig vom Zweck:

Ergänzend: Kälte kostet Akkuleistung. Bei Frost sind die Flugzeiten spürbar kürzer, was wir mit mehr Akkus ausgleichen, nicht mit weniger Aufnahmen.

Die Jahreszeit macht einen größeren Unterschied als gedacht

Für Prüfaufnahmen ist das zeitige Frühjahr ideal, und zwar aus zwei Gründen. Die Frostschäden des Winters sind sichtbar, und die Bäume tragen noch kein Laub. Ein dichter Ahorn vor der Nordseite des Hauses kann im Juli ein Drittel der Dachfläche verdecken. Im März sehen Sie alles.

Für Schauaufnahmen ist die Reihenfolge umgekehrt: Ein Grundstück mit blühenden Beeten und grünen Bäumen verkauft sich besser als dasselbe Grundstück im nassen Februar. Wer eine Immobilie im Winter vermarktet, sollte das bei der Erwartung an die Bilder berücksichtigen, mehr dazu im Beitrag über Immobilienfotos fürs Exposé.

Schnee ist ein Sonderfall. Für Prüfaufnahmen ist eine schneebedeckte Dachfläche wertlos, weil die Eindeckung nicht sichtbar ist. Für Stimmungsbilder kann Schnee dagegen sehr reizvoll sein. Ein Termin für die Sichtprüfung wird bei liegendem Schnee immer verschoben, das gehört zur Sorgfalt.

Wie wir Termine in der Praxis planen

Wir legen den Termin nach dem Zweck fest, den Sie uns nennen. Für Sichtprüfungen planen wir bevorzugt bedeckte, windarme Tage und sind bei der Uhrzeit flexibel. Für Immobilien- und Unternehmensaufnahmen planen wir nach Sonnenstand und Ausrichtung des Objekts: Ein nach Westen zeigendes Haus profitiert vom späten Nachmittag, ein nach Osten zeigendes vom Vormittag.

Wird das Wetter kurzfristig unbrauchbar, verschieben wir. Für Sie entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten, denn ein Termin, an dem unbrauchbare Bilder entstehen, nützt niemandem. Nennen Sie uns bei der Anfrage einfach, wofür die Aufnahmen gedacht sind und ob es einen festen Stichtag gibt, etwa den Termin einer Eigentümerversammlung oder die Schaltung eines Inserats.

Passende Leistungen

Häufige Fragen zu Wetter und Aufnahmezeitpunkt

Für Immobilien- und Unternehmensbilder ja, am besten mit tiefstehender Sonne am Vormittag oder späten Nachmittag. Für eine Dach-Sichtprüfung ist bedeckter Himmel sogar besser, weil er Schlagschatten vermeidet und die Dachfläche gleichmäßig ausleuchtet.
Ab etwa Windstärke 5 wird es kritisch, wobei Böen problematischer sind als gleichmäßiger Wind. Entscheidend ist der Wind in Aufnahmehöhe, der deutlich stärker sein kann als am Boden. Die Entscheidung trifft der Fernpilot vor Ort.
Wir verschieben ihn auf den nächsten geeigneten Tag, für Sie ohne zusätzliche Kosten. Unbrauchbare Bilder nützen niemandem, deshalb halten wir an einem Termin nicht fest, nur weil er im Kalender steht.
Ja, und für Sichtprüfungen ist das zeitige Frühjahr sogar ideal, weil Frostschäden sichtbar sind und die Bäume noch kein Laub tragen. Bei liegendem Schnee verschieben wir Prüftermine, weil die Eindeckung dann nicht beurteilbar ist. Kälte verkürzt die Akkulaufzeit, das gleichen wir mit zusätzlichen Akkus aus.
Meist genügen wenige Tage. Wetterabhängige Schauaufnahmen planen wir gern mit etwas mehr Spielraum, damit wir auf die passende Lichtlage warten können. Für dringende Fälle nach einem Sturm richten wir uns nach der Dringlichkeit.

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Stand: August 2026. Dieser Ratgeber gibt den Sachstand nach bestem Wissen wieder und ersetzt keine Rechts-, Versicherungs- oder Sachverständigenberatung im Einzelfall.